Am 26. April 1986 explodierte Block 4 des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl.
Von der Katastrophe besonders betroffen sind die Ukraine mit 15 Prozent und
Belarus mit 70 Prozent der radioaktiven Niederschläge. Prof. Dr. Edmund
Lengfelder, Otto Hug Strahleninstitut und Universität München, hält
es für eine realistische Schätzung, dass bis heute insgesamt etwa
70 000 Menschen in der Folge von Tschernobyl gestorben sind. Dominierend sind
Schilddrüsenerkrankungen und Schilddrüsenkrebs. Auch Brust-, Lungen-,
Magen-, Haut- und Prostatakrebs haben seit Tschernobyl drastisch zugenommen.
Auch in westlichen Ländern wie in Deutschland hatte Tschernobyl drastische
Folgen. Allein in Deutschland starben vermutlich mehrere hundert Kinder vor,
während oder nach der Geburt.
Der Verein „Die Kinder von Tschernobyl, Mönchengladbach
e.V.“
Zusammen
mit Dagmar und Rainer Ossig und Reinhold Chmielewski gründete ich 1990
den Verein „Die Kinder von Tschernobyl, Mönchengladbach e.V.“. Dieser Verein
hat sich die Hilfe für die betroffenen Kinder der Reaktorkatastrophe zum
Ziel gesetzt. Seit 1991 haben ca. 4000 belarussischen Kindern die Möglichkeit
gegeben, in Mönchengladbach Urlaub zu machen, Lebensmittel, medizinisches
Gerät und Verbandsmaterial an unsere Partnerorganisation, die Elterninitative
krebskranker Kinder „Kinder in Not“ in Minsk verschickt, belarussischen Ärzten
eine Weiterbildung in Deutschland ermöglicht. Belarussische Kinder konnten
auf unsere Initiative in Deutschland behandelt werden, zahlreichen Angehörigen
von kranken und verstorbenen Kindern haben wir geholfen.
Von 1991
bis 2001 führten wir jedes Jahr Benefizkonzerte des weissrussischen Folkloreensembles
„Tschabarok“ durch, die in Mönchengladbacher Schulen, Kirchengemeinden,
Vereinen und Firmen auftraten.
In den
letzten Jahren hat das Interesse an der Hilfe für Tschernobyl-Opfer in
Mönchengladbach leider nachgelassen, so dass wir unsere Programme reduzieren
mussten.