• BERNHARD CLASEN • |
21.11.2007. Bei Ford-Russland stehn die Räder still
Am 7. November hatten die Arbeiter in einem eintägigen Warnstreik mehr Lohn gefordert. Da die Werksleitung auf diesen Streik jedoch nicht reagiert hatte, stehen bei Ford Russland die Räder möglicherweise mehrere Wochen still.
35% mehr Lohn wollen die Arbeiter, und eine höhere Bezahlung für Nachtarbeit. Ein russischer Ford-Arbeiter erhält im Durchschnitt monatlich ca. 400 Euro.
Die Firmenleitung lehnt Gespräche mit den streikenden Arbeitern bisher ab, hatte sogar die berüchtigte Sonderpolizei OMON gerufen, die die Tore bewachen soll. Und den streikenden Arbeitern wurden die elektronischen Chips, die den Zugang zum Werk ermöglichen, gesperrt.
In der Firmenleitung war man auf den Streik vorbereitet, hatte vorab schon Neuwagen aus
der Ford-Produktion in Deutschland und Spanien bestellt. Deswegen sind vorerst keine längeren
Schlangen vor den russischen Ford-Geschäften zu erwarten.
Am Morgen des 21. November versammelten sich 600 Arbeiter vor den Werkstoren des Ford-Werkes. Mehrere Stunden blockierten sie den
Zugang, und verhinderten so, dass Streikbrecher das Werk betreten konnten.
Die Verwaltung des Werkes lehnt ein Gespräch mit den Streikenden ab. Gespräche werde es
erst geben, wenn diese ihre Arbeit wieder aufgenommen hätten, hiess es bei der Werksleitung.
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