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16.11.2007. Haftverschärfung und anschließende Entlassung aus der Haft:
Doch vor seiner Haftentlassung erwartet ihn noch eine zwei-wöchige Haftverschärfung. So soll Trapschkin demnächst in eine Kolonie allgemeinen Regimes verschubt werden, was eine Verschlechterung gegenüber den derzeitigen Haftbedingungen bedeutet. Immer wieder war Trepaschkin in seiner Haft mit Haftverschärfung bestraft worden, weil er angeblich die Haftvorschriften nicht eingehalten hätte.
Wegen angeblichen Verrates von Staatsgeheimnissen war Trepaschkin am 19. Mai 2004 zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden.
Weltweit bekannt wurde Trepaschkin 1998, als er zusammen mit anderen FSB-Offizieren, u.a. dem kürzlich in London ermordeten Alexander Litvinenko, in einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit ging und den FSB geplanter Auftragsmorde beschuldigte. Nach den Explosionen in mehreren Wohnhäusern im September 1999 bot er der unabhängigen Untersuchungskommission von Sergej Kowaljow seine Hilfe an.
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Am 4. September 1999 verloren in der daghestanischen Stadt Bujnaksk 62 Menschen in den Ruinen eines fünfstöckigen Hauses ihr Leben. In der Nacht zum 9. September flog in Moskau ein neunstöckiges Haus in die Luft. 94 Menschen starben dabei. Am 13. September wurde ein achtstöckiges Hochhaus in Moskau in die Luft gesprengt. 119 Menschen starben. Und drei Tage später kamen bei einer nächtlichen Explosion in der Stadt Wolgodonsk 17 Menschen ums Leben. Am 22. September entdeckten Bewohner eines Hauses in Rjazan in ihrem Keller Säcke mit weißem Pulver und eine Zündanlage. Zunächst hatte es offiziell geheißen, wachsame Bürger hätten einen Terroranschlag verhindert, doch dann ließ man eine andere Version verlauten: in Rjazan hätten Übungen des FSB stattgefunden. Doch diese offizielle Erklärung lässt viele Fragen offen: was für eine Übung wollte der FSB in einem Wohnhaus mit Sprengstoff durchführen? Wer hatte den Auftrag erteilt?
Der ehemalige FSB-Offizier Alexander Litvinenko, der in seinem englischen Exil mit Polonium ermordet worden war, beschreibt in seinem Buch „Blowing up Russia“, wie der russische Geheimdienst den ersten und zweiten Tschetschenien-Krieg vorbereitet hatte. Die russischen Geheimdienste waren es auch, so Litwinenko in seinem Buch, die die Explosionen in den russischen Wohnhäusern vorbereitet und so einen Vorwand für den zweiten Tschetschenien-Krieg geschaffen hatten.
Interessant auch die Rolle eines weiteren ehemaligen FSB-Offiziers, Michael Trepaschkin. 1998 hatten Trepaschkin, Litvinenko und andere FSB-Offiziere in einer Aufsehen erregenden Pressekonferenz berichtet, dass die FSB-Führung Morde und Entführungen in Auftrag gegeben hätte.
Litvinenko kam inzwischen bei einem Polonium-Anschlag ums Leben. Trepaschkin, der einer unabhängigen Untersuchungskommission unter Leitung von Sergej Kowaljow seine Hilfe bei der Aufklärung der Explosionen des September 1999 angeboten hatte, war 2004 wegen angeblichem Verrat von Staatsgeheimnissen zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden, die er gegenwärtig absitzt.
Quellen:
Die Prawda vom 15.11.2007 zu Trepaschkins (russisch) und Grigorij Pasko in Publik-Forum zu Trepaschkin (deutsch)
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