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16.11.2007. Usbekische Menschenrechtler:
Jedes Jahr müssen sehr viele usbekische Kinder unter Verletzung sämtlicher Normen des nationalen und internationalen Rechts und ohne irgendeine Bezahlung Baumwolle ernten. Hierzu werden sie zwei Monate im Jahr vom Unterricht freigestellt. In der Folge leidet die Qualität ihrer Ausbildung. Obwohl die Kinder so einen großen Beitrag zum Export dieser Baumwolle beitragen, kommt nichts von den Profiten bei ihnen an. Im Winter sitzen sie in ungeheizten Schulen, im Sommer verlieren sie durch die Zwangseinsätze bei der Ernte zwei Monate Unterricht.
Wieviel Geld durch die usbekische Baumwolle erwirtschaftet wird, erfahre das usbekische Volk nicht, so die Menschenrechtler. Gleichzeitig versuche die usbekische Regierung die Weltöffentlichkeit davon zu überzeugen, dass sich die Lage im Land angeblich bessern würde.
Ein Boykott usbekischer Baumwolle und Textilien, so die Aktivisten, die mit ihrem offenen Brief riskieren, in das Visier der usbekischen Geheimdienste zu geraten, würde nicht die Bevölkerung, sondern lediglich eine kleine Elite im Land treffen. Die Bevölkerung sehe nichts von diesen Profiten, müsste nur die negativen Aspekte dieser Exporte ertragen.
„Wir hoffen“ so die Unterzeichner, „dass ein Boykott die Regierung Usbekistans zwingen wird, echte Reformen in der Baumwollindustrie einzuleiten, Kinderarbeit abzuschaffen und das Preisdiktat für die Bauern abschaffen wird.“
Für die „Assoziation Menschenrechte in Zentralasien“
Bernhard Clasen, 16. November 2007
Den offenen Brief finden Sie im Internet als Word-Dateien unter:
Englische Version und Russische Version
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